Schlagwort: Kindheit mit Behinderung

Überlegungen bezüglich „Krankheit, Behinderung, Gesundheitssystem“

Ich möchte nicht anderen die Schuld geben oder mich in die Opferrolle einfinden, und trotzdem ist es immer wieder in meinen Gedanken: was wäre (gewesen), wenn ich mich besser verständlich machen könnte, wenn ich nicht „auch noch“ Autistin wäre – hätte es dann angemessene Behandlungen meiner Krankheiten gegeben, wäre dann alles nie so schlimm gekommen, wo würde ich heute stehen?

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Gegen die Hochnäsigkeit des Ichs: sei mal allgemein, sag nicht immer „ich“

Also gut, aber es braucht mindestens zwei Sätze: Was macht man, wenn man sich schnell langweilt, weil alles nach kurzer Zeit nicht mehr genug „Input“ bietet – dann macht man seine eigenen Projekte und Schreibereien, man denkt sich für sich selbst Aufgaben aus, und man verpasst irgendwann, was die Anderen tun und wo sie sind.

Deswegen ist man nun nicht dümmer als die anderen, aber man ist noch weiter heraus aus der Welt, als man ohnehin schon war, und die Welt hält einen, wegen der Weltfremdheit, für dumm.

Schneller, besser, toller

Ja, es muß rasch vorwärts gehen, weiter, weiter – das ist, was ich denke, ob in Schule oder Ausbildung, in Kursen oder Kirchenchor; es ist mein kleines Selbstbewusstsein, das mich zur Eile drängt, die Beweislast der großen Fähigkeit, die ich mir auferlege – aber dieses kleine Selbstbewusstsein sollte besser weg, denn es beschämt diejenigen, die langsam machen wollen.

Insomnia

Nachts rennen Gedanken laut in meinem Kopf herum und Filme werden gezeigt, zur Zeit viele aus der Vergangenheit, als ich – wegen der Schule – noch teilhaben konnte.