Schlagwort: Intestinale neuronale Dysplasie

Abgekürzt IND oder auch NID
Die intestinale neuronale Dysplasie ist eine Erkrankung des Darmes, die mit einer Störung der Darmperistaltik einhergeht. Sie betrifft vermehrt Kinder, die unter einem Morbus Hirschsprung leiden. Bei etwa 3% der Kinder mit chronischer Obstipation und etwa 6% der Kinder mit M. Hirschsprung liegt eine NID vor.

Leckersprech

Finde es anstrengend, dass jemand aus meiner Familie dauernd über „Frühstück“ und „Essen“ und „Schokokuchen“ sprechen will, wenn ich doch so viel Schmerzen habe, mir so oft grimmig im Magen ist – aber sie mag dauernd darüber sprechen, sie mag nicht wahr haben, dass es mit meinem fehlgebildeten System viele Unverträglichkeiten gibt, sie mag, dass jeder Mensch Milch trinkt, sonst „stirbt man“.

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Warum bin ich müde?

Vielleicht – oder sicher – bin ich müde vom pflegeleicht und glatt sein müssen, vielleicht ist das Anstrengende nicht, einen unzuverlässigen Körper und einen empfindlichen Geist zu haben, sondern die Tatsache, dass viele Menschen – selbst die mir am nächsten stehenden – sich persönlich angegriffen fühlen durch meinen Körper und meinen Geist.

Autsch

Warum ich Schmerzen habe: das muss ich wieder und nochmals erklären, denn ich sei ja nun eh schon „im Kopf“ (?) behindert und warum denn nun, was denn jetzt auch noch Behinderungen mit Schmerzen relevant seien, ich Freche, die ich wohl nie genug bekommen kann, und da rauf nun auch noch achten zu müssen: nein, zuviel.

Ja, ich bekomme gerne ein Kompliment

nein, ich will es nicht ablehnen, das Lob „es geht dir besser“, und möchte doch sagen: jeder Morgen ist schwer, ich habe den Jahreswechsel kaum geschafft, ich bin so müde – damit mache ich mir aber keine Freunde, Ärzte und Physiotherapeuten möchten Erfolge sehen, das kann ich ihnen nicht wegnehmen, ich bin auf sie angewiesen, sie müssen bei Laune bleiben.

Ich bin immer noch hier

Es ist eine Sache, wenn ich mir selbst nicht vorstellen konnte, so „alt“ zu werden, eine andere ist es, wenn eine Ärztin sagt, nun sei ich ja immerhin so „alt“ geworden und dann (ratlos?) schweigt, weil die Vorstellungskräfte aller an diesem Punkt meiner Existenz versagen.

Ich mache es mir schön

Ich wohne gerne hier, weil die Leute von der Apotheke mich kennen, das Krankenhaus 20 Minuten entfernt ist, ich so oder so kein Geld für selbstbestimmtes Wohnen hätte und in Afrika Kinder verhungern, während hier der Herd repariert werden konnte und ich zum Glück so wenig Geld für „Teilhabe“ ausgebe, dass es für mein (zugegeben teures) Spezial-Essen immer noch reicht.