Schlagwort: Chronische Krankheit

Kommt (oder kommt besser nicht)

Was ich wünsche ist, dass mich jemand im Krankenhaus besuchen mag – bin aber anspruchsvoll und mag weder, dass meine älteste Schwester zwischen Sport und Grillabend unangekündigt reinschneit, um mir eine Telefonaufladekarte aufs Bett zu werfen, noch mag ich die mich bewortduschenden Menschen empfangen.

Advertisements

Überlegungen bezüglich „Krankheit, Behinderung, Gesundheitssystem“

Ich möchte nicht anderen die Schuld geben oder mich in die Opferrolle einfinden, und trotzdem ist es immer wieder in meinen Gedanken: was wäre (gewesen), wenn ich mich besser verständlich machen könnte, wenn ich nicht „auch noch“ Autistin wäre – hätte es dann angemessene Behandlungen meiner Krankheiten gegeben, wäre dann alles nie so schlimm gekommen, wo würde ich heute stehen?

Bekannte Fakten (Zusatz 26. Mai)

Ich weiß: anderen Behinderten geht es ebenso oder schlechter, das Leben ist kein Ponyhof, man kann sich immer mehr wünschen, niemand mag eine, die immer meckert, man muss positiv bleiben, ein freundliches Gesicht zeigen, in anderen Ländern ist das Gesundheitssystem nicht so gut wie in diesem Land, eigentlich geht es doch ganz gut, auch Menschen ohne Behinderung bekommen nicht immer alle Wünsch erfüllt, es gibt Menschen, die auf der Straße leben oder ihre Heimat verlassen mussten, und was die Nichtbehinderten betrifft: für die ist es halt total schwierig, wegen „Berührungsängsten“….

Tu was

Sag bloß nicht, dass es nicht geht

Tu was

Eine „Vereinigung“ gründen oder eine „Selbsthilfegruppe“, „zum Anwalt“ gehen oder gleich „an den Bürgermeister schreiben“, nein, „an die Bundeskanzlerin“, und vorher „eine Demo organisieren“….klar, das alles soll ich allein tun, weil es ja ach so viele gibt wie mich, weil ja die große Lobby hinter mir steht, die Armee der voll erwerbsgeminderten, chronisch kranken, frühgeborenen, mehrfachbehinderten weiblichen Autisten, die alle darauf warten, dass ich allein für sie alle kämpfe, denn „dann tustde wenigstens was Sinnvolles“ (wird mir gesagt).

Dies ist (jetzt) nicht hier

Wenn ich lese oder höre, warum Menschen „trotz“ Krankheiten und Behinderungen positiv bleiben können, dann beinhaltet deren Antwort immer die Vokabeln „Freunde“, „Menschen“, „menschliche Unterstützung“.