Kategorie: Therapie

Bedürftig

Ich brauche keine Therapie, keine „Betreuung“, keine Arbeitsassistenz (vielleicht), ich bräuchte Freunde, nur die sind nicht zu kaufen, alles andere schon.

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Dies ist (jetzt) nicht hier

Wenn ich lese oder höre, warum Menschen „trotz“ Krankheiten und Behinderungen positiv bleiben können, dann beinhaltet deren Antwort immer die Vokabeln „Freunde“, „Menschen“, „menschliche Unterstützung“.

Das große Schweigen

suchte mich gestern wieder heim, und das führte zu der komplimentgemeinten Zuschreibung, es ginge mir ja in letzter Zeit wohl viel besser, wie toll das sei, ich quietschvergnügtes, in mir ruhendes Ding.

Ja, ich bekomme gerne ein Kompliment

nein, ich will es nicht ablehnen, das Lob „es geht dir besser“, und möchte doch sagen: jeder Morgen ist schwer, ich habe den Jahreswechsel kaum geschafft, ich bin so müde – damit mache ich mir aber keine Freunde, Ärzte und Physiotherapeuten möchten Erfolge sehen, das kann ich ihnen nicht wegnehmen, ich bin auf sie angewiesen, sie müssen bei Laune bleiben.

Es ist ja alles ganz anders

Erinnert mich an die Logopädin (zwei Monate her), die mir weismachen wollte, ich hätte keine gelähmte Speiseröhre, keinen fehlgebildeten Darm, sondern eine psychische Störung, sie schrie auf mich ein, weil ich ihr „wegen mangelnder Krankheitseinsicht“ das Wort verweigerte („Hallo, haaalooo, jetzt reeeden Sie gefälligst mit mir, ich lasse Sie nicht aus der Tür, bevor Sie nicht mit mir reden!“) und als ich an ihrem Nusskuchen fast erstickte, tat ich das „aus Geltungssucht“.