Kategorie: September 2016

Sch(m)ales Gerede

Heute werden ganze Gespräche auf dem Niveau des sogenannte „small talk“ geführt, und wird nicht der das erfolgreichste Leben führen, der sich des Geredes am geschicktesten bedient: wie oft höre ich die Rede, sehe mir dabei ein Gesicht an, das einstudiertes Mienenspiel zu zeigen scheint, und denke mir „Redet er nur, oder wird er noch etwas sagen?“

Stiller Vorteil

Ich kann gut denken und ungenügend reden, und ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass zu wenig gedacht, zu viel geredet wird – ich glaube wohl schon.

Mal wieder Blumen erhalten

Ein Arzt übergießt mich mit Komplimentgerede, von wegen „klug“, ich sei „eine kluge Frau“, aha, danke, werter Herr, wie kommen Sie darauf: ach, da hat er diesen hohlen Test vor sich, den seine MFA mit mir gemacht hat, wie blöd müssen alle sein, wenn ich bei dem Test „klug“ rüberkomme, ich habe mir nichtmal Mühe gegeben.

Was schiebst Du denn für einen Film? Keinen.

Die Leute setzen sich ins Kino oder in ihren Fernsehsessel und sind dort ach so emphatisch mit den Leinwandhelden, aber in der Realität: nein, da ist das „irgendwie gar nicht so wie im Film“, in der Realität sind die Behinderte, die Alten, die Kranken ja „plötzlich so anstrengend“ und die kann man nicht einfach mit der Fernbedienung abschalten.

Zum Thema: Irgendwas mit Inklusion aber ohne behinderte Menschen

auf Stufenlos – Blog zur Barrierefreiheit und Inklusion

Langer Nachsatz zum 25. September 2016

Genauso schwer ist es zu akzeptieren, dass es manchmal nicht nur EINE Behinderung gibt und das Behinderungen nicht nur körperlich sind, oder dass jemand ENTWEDER körperlich ODER nicht-körperlich behindert ist, oder dass manche (körperliche) Behinderungen nicht sichtbar sind, oder dass nicht-körperliche Behinderungen immer „Intelligenzminderung“ bedeuten und dass eine sogenannte „Intelligenzminderung“ den Menschen an sich und sein Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung in Frage stellt.