Kategorie: Gesundheitssystem und Behinderung

Kommt (oder kommt besser nicht)

Was ich wünsche ist, dass mich jemand im Krankenhaus besuchen mag – bin aber anspruchsvoll und mag weder, dass meine älteste Schwester zwischen Sport und Grillabend unangekündigt reinschneit, um mir eine Telefonaufladekarte aufs Bett zu werfen, noch mag ich die mich bewortduschenden Menschen empfangen.

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Überlegungen bezüglich „Krankheit, Behinderung, Gesundheitssystem“

Ich möchte nicht anderen die Schuld geben oder mich in die Opferrolle einfinden, und trotzdem ist es immer wieder in meinen Gedanken: was wäre (gewesen), wenn ich mich besser verständlich machen könnte, wenn ich nicht „auch noch“ Autistin wäre – hätte es dann angemessene Behandlungen meiner Krankheiten gegeben, wäre dann alles nie so schlimm gekommen, wo würde ich heute stehen?

Jeder stirbt für sich allein

Ich würde in ein Hospiz gehen wollen, wenn es mir zu schlecht ginge, ich würde in diesem Fall nicht „Zuhause“ bleiben wollen (wo immer das ist), aber ich könnte nicht in ein Hospiz, wer sollte es bezahlen, wer sollte es für mich befürworten, wer würde diesen Plan unterstützen?

Dies ist (jetzt) nicht hier

Wenn ich lese oder höre, warum Menschen „trotz“ Krankheiten und Behinderungen positiv bleiben können, dann beinhaltet deren Antwort immer die Vokabeln „Freunde“, „Menschen“, „menschliche Unterstützung“.

Schwellenprobleme

Unsere städtisches Krankenhaus wirbt auf seiner Internetseite damit, dass es sich um die Barrierefreiheit verdient macht: man habe nun endlich eine Rampe gebaut, um Rollstuhlfahrern den Zugang über den Haupteingang zu ermöglichen….ach ja, die „Rampe“, die all den Behinderten endlich die Teilhabe ermöglicht – für mich genügt keine Rampe, obwohl ich eine gute Fußgängerin bin.

Das große Schweigen

suchte mich gestern wieder heim, und das führte zu der komplimentgemeinten Zuschreibung, es ginge mir ja in letzter Zeit wohl viel besser, wie toll das sei, ich quietschvergnügtes, in mir ruhendes Ding.