Monat: März 2017

Guter Rat zwecklos (Nachsatz 31.03.)

„Werfen Sie das Kind nicht in den Brunnen“, rate ich ihr, „dann kommt es nicht zu diesem Zustand“, aber ich glaube, ich habe eine Sprache gesprochen, die sie nicht versteht, denn sie sagt mit hoher Stimme „Jaaa…“ und möchte weiter darüber sprechen, wie man diesen, meinen „Zustand“, nun handhaben könne/solle/müsse.

https://1satz.wordpress.com/2017/03/31/integrationsberaterin/

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Integrationsberaterin

Metaphorisch gesprochen: sie persönlich wirft das Kind in den Brunnen und fängt darauf hin an zu lamentieren, dass das Kind nun im Brunnen liegt und wie ich das jetzt handhaben wolle mit dem im Brunnen liegenden Kind, wie ich mich dabei fühle („Skala-von-1-bis-10“), wie man diesen „Zustand“, in den ich durch das im Brunnen liegende Kind gerate, vermeiden könne („Bedienungsanleitung-für-mich“), denn dieser, mein Zustand würde es allen so schwer machen („Ausgrenzung-von-Menschen-ohne-Behinderung“).

Hü, hott, so oder so oder so oder anders oder gar nicht

Tagelang bereite ich vor, damit Zufriedenheit ist, damit alles geregelt ist, damit es keinen Anstoß gibt, ich kaufe ein und mache und tue und dann, als ich anfangen will, heißt es: „na, wir können es auch alles canceln, wenn es dir jetzt nicht gut geht, lassen wir es doch, wenn es dir zu viel wird“ (ich habe NIE gesagt, dass es mir zu viel wird) und nun wird wieder ungeregeltes Irgendwas sein und ich werde selbst schuld sein, weil es mir zu viel gewesen sein soll, weil ich nicht gut genug gefühlt habe.

Warum bin ich müde?

Vielleicht – oder sicher – bin ich müde vom pflegeleicht und glatt sein müssen, vielleicht ist das Anstrengende nicht, einen unzuverlässigen Körper und einen empfindlichen Geist zu haben, sondern die Tatsache, dass viele Menschen – selbst die mir am nächsten stehenden – sich persönlich angegriffen fühlen durch meinen Körper und meinen Geist.

Ich bin nicht ihr

Ihr tut, als wäre ich es, ihr sagt, es interessiere euch nichts mehr als der andere Mensch, doch ihr seht euch nur selbst, gespiegelt in mir, und ihr redet euch ein, das wäre ich, die ihr seht, aber ihr habt mich noch nie gesehen, ihr wisst nicht, wo ich bin.